Begleitung der Reflexion, Wissenssicherung

Begleitung der Reflexion
Die Arbeit selber - gerade wenn ein sich Qualifizierender mit den Unsicherheiten des entdeckenden Lernens zu kämpfen hat, - zieht die gesamte Aufmerksamkeit des Auszubildenden oder Lernenden auf den Arbeitsprozess und dessen Tücken und Erfolge. Was dabei jeweils gelernt wird, wird vorwiegend »verschlafen«, weil der Einzelne sich selten beim Arbeiten gleichzeitig beobachtet und bemerkt, was oder wovon er gerade lernt.
In einer Reflexion kann einiges nachträglich noch nachvollzogen und herausgearbeitet werden. Bei einer solchen Reflexion wird mit der Unterstützung durch den Begleiter im Dialog der Ablauf eines Bearbeitungsprozesses aus der Erinnerung rekonstruiert. Damit kann auf die gewonnenen Arbeitserfahrungen, die beobachteten Lernerfolge, die Lernblockaden, auf neue Einsichten und Erkenntnisse, aber auch auf übersehene Herausforderungen und die nicht ergriffenen Lernchancen eingegangen und diese nachträglich noch bearbeitet werden. Neben diesem Prozess, das zu »objektivieren«, was im Arbeitsablauf erkannt wurde, wird es aber genauso darum gehen, die Ebene anzusprechen, die mit den eigenen Orientierungen und Werthaltungen zu tun hat, die das Handeln lenken und die oft verborgen sind. Es kann wichtig sein, das persönliche Engagement und die Verbundenheit mit der Arbeit anzuschauen und es kann ins Bewusstsein gehoben werden, wie sich ein empfindungsnahes Verstehen eingestellt und damit neue Handlungsmöglichkeiten eröffnet hat. Die Anerkennung dieses »subjektivierenden« Handelns und dessen Fruchtbarkeit sind ebenfalls Bestandteile von Reflexion. Nicht zuletzt können offen gebliebenen Fragen bewusst werden, die keineswegs alle sofort beantwortet werden können und sollten.

Beratung der Wissenssicherung
Es hat sich gezeigt, das die Bereitstellung von Datenbanken alleine nicht reicht, damit das Wissen, das im Unternehmen entsteht, auch möglichst vielen zu Gute kommt. Damit nicht nur Fakten, sondern auch subjektive Erfahrungen weitergegeben werden, können z.B. Kommunikationsecken eingerichtet werden. Wie also sollte ein Lernender mit seinem Umfeld optimal objektivierend und/oder subjektivierend kommunizieren, damit seine neu gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnisse sichtbar werden? Da setzen die Unterstützungsaufgaben dieser Beratungsleistung an. Wie muss ein Lernprozess dokumentiert werden, damit das Gelernte auch anerkannt werden kann? Wie bereitet man sich so auf Prüfungen vor, damit dass das Erlernte zur Verfügung steht? Wie organisiert man die Wissensweitergabe optimal? Das sind nur einige Fragen, die an den Lernbegleiter gestellt werden, damit seine Unterstützungsleistung für die Lernenden hilfreich wirken kann.